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Für das Team des HSV Hannover geht es am Samstag, 28.01.2012, in die Vogelsanghalle nach Stralsund. Dort pfeifen um 19:30 Uhr die Unparteiischen Bolus/Foitzik die Partie Stralsunder HV vs. HSV Hannover an – und damit beginnt auch ein Stück weit Wiedergutmachung.
Tabellarisch sieht es für die reisenden Hannoveraner gut aus. Stralsund steht mit 13 Pluspunkten auf Tabellenplatz 11, der HSV mit 21 Zählern auf dem fünften Tabellenplatz. So einfach wird die Rechnung in Stralsund allerdings nicht. Vor allem das Hinspiel in Hannover lässt an einem Durchmarsch Zweifel aufkommen. Im vergangenen September gab es mit einem 23:30 die dritte Niederlage in Folge für den HSV Hannover zu Saisonbeginn. "Wir müssen viel tun", resümierte HSV-Coach Alfred Thienel nach der Hinspiel-Niederlage im letzten Jahr. Viel hat sich getan seit dem, sodass das Team mit Tabellenplatz 5 momentan die Erwartungen sogar übertrifft. Ein Ausrufezeichen exakt nach der Niederlage gegen Stralsund setzte dabei die Mannschaft der Trainer Stephan Lux und Alfred Thienel selbst: sie siegten 10 Spiele in Folge. Positiv stimmt auch die kürzlich gegen Springe gezeigte Leistung. Zwar gab es auswärts eine 25:29 Niederlage, doch das Engagement gegen den Tabellenführer war sehenswert.
HSV-Trainer Stephan Lux mahnt zur Vorsicht: "Stralsund ist momentan eigentlich unterbewertet." Deutlich wird dies auch an der knappen 28:29 Niederlage des Stralsunder HV im letzten Saisonspiel gegen die HSG Tarp/Wanderup. Dabei zeigte sich im Team von Trainer Jörn Schläger auch Karsten Ganschow mit 6 Treffern als gefährlicher Spieler. Ganschow, schon mehrfach aus beruflichen Gründen in Hannover Trainingsgast gewesen, fehlte im Hinspiel und soll nun für Sicherheit sorgen. Ein Sieg wäre für ihn persönlich ganz besonders wichtig: es ist das letzte Spiel für den Stralsunder HV. Karsten Ganschow verlässt aus beruflichen Gründen den SHV zum Monatsende.
Abschiedsgeschenke möchte der HSV Hannover in Form von Punkten jedoch nicht verschenken. Mit einer kompakten Teamleistung und geduldig erarbeiteten Chancen soll es mit dem Auswärtssieg klappen. "Wir müssen gut in die Partie starten, sofort wach sein", fordert Trainer Thienel von seinem Team, das in Stralsund die offene Hinspiel-Rechnung begleichen soll.
Foto: Lukas Kraeft, hier gegen den SCM, zeigt momentan ein Form-Hoch. Das soll auch gegen Stralsund so bleiben
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In der ersten Halbzeit und auch in den Startminuten des zweiten Durchgangs war es der HSV Hannover, der spielbestimmende Akzente setzte und über Kreisläufer Arek Bosy (Foto) immer wieder sehenswerten Handball bot. "Das Spiel war ein richtiges Auswärtsspiel mit der entsprechenden Kulisse und allem, was dazu gehört", sagte Coach Lux und ergänzte schmunzelnd: "da muss man dann richtig besser sein." Für Optimierung wollte das Trainerteam Stephan Lux / Alfred Thienel noch zu Beginn der 2. Halbzeit mit einem Team-Time-Out sorgen, doch die Deckungsumstellung zur 5:1-Formation der Gäste setzte die jungen Spieler des HSV in der Schlussviertelstunde massiv unter Druck. Wenige Ballverluste und ausgelassene Chancen ermöglichten dann den Gastgebern, das Spiel zu drehen. "Wir können den Jungs keine Vorwürfe machen. In solchen Spielen entsteht am Ende massiv Druck. Da fehlt einfach die Erfahrung", relativiert das Trainerteam nach der Partie gegen den Tabellenführer. Für Aufsehen sorgte auf Seiten des HSV Hannover erneut Lukas Kraeft, der momentan gemeinsam mit Arek Bosy ein Form-Hoch erlebt und mit sieben Treffern gegen Springe zweitbester Torschütze des HSV war. Als besten Torschützen trug sich sein Mannschaftskollege Bastian Riedel mit acht Toren in die Statistik ein. Ein Zeichen für die zufriedenstellende Leistung des jungen Teams waren auch die Spieler selbst. Trotz eines unnötigen Team-Time-Outs durch HF-Trainer Oleg Kuleshov bei einer 3-Tore-Führung 15 Sekunden vor Schluss, das mit sportlicher Fairness ziemlich wenig zu tun hatte, ließen sie die Köpfe schließlich nicht hängen. "Uns hat am Ende einfach ein bisschen Stabilität gefehlt", meinte einer der Aktiven. "In der 1. Halbzeit ist es uns richtig gut gelungen, gegen den gegnerischen Kreisläufer zu verteidigen. Selbst haben wir mit Arek einen der besten Kreisläufer der Liga gesehen. In der zweiten Halbzeit kamen dann kleine Fehler ins Spiel, die zwar passieren, aber nicht nötig sind. Da werden wir auch dran arbeiten. Die Jungs können mit ihrer Leistung gegen den Tabellenführer zufrieden sein. Wir erkennen im Vergleich zu den letzten Spielen im Dezember eine gute Entwicklung", kommentierte HSV-Trainer Alfred Thienel das Derby. Am kommenden Samstag geht es für den HSV Hannover nach Stralsund. Nach der deutlich längeren Anreise möchten die Hannoveraner dann eine offene Rechnung begleichen: im Hinspiel gab es eine deutliche 23:30 Niederlage. "Stralsund ist momentan eigentlich unterbewertet", so Lux, der mit seinem Team im nahegelegenen Usedom Ende November bereits gewinnen konnte. Die Torschützen des HSV Hannover: Czok (1), Richter (1), John (3), Bosy (3), Kraeft (7), Benckendorf (1), Klages (1), Riedel (8) Foto: bereits gegen Tarp gehörte Kreisläufer Bosy zu den Säulen im HSV-Team
Mir geht es bisher im Jahr 2012 sehr gut, die Weihnachtspause hat gut getan und ich habe mich in der Heimat ein wenig erholt. Leider haben wir "nur" einen Punkt aus dem ersten Spiel im neuen Jahr gegen Tarp geholt, aber in Hinblick auf das letzte Rückrundenspiel gegen die Füchse 2 eine klare Steigerung und ein super Saisonstart, auch wenn im Nachhinein 2 Punkte drin gewesen wären. Nach dem Unentschieden gegen Tarp ist jetzt mit Springe der nächste schwere Gegner an der Reihe. Vorfreude oder Respekt? Es überwiegt klar die Vorfreude. Das Hinspiel gegen Springe lief zwar alles andere als gut, aber wir brauchen uns vor niemandem in dieser Liga verstecken - das haben wir im Verlauf der Saison schon gezeigt. Ich freue mich auf eine volle Halle, ein spannendes Spiel und eine gute Stimmung mit hoffentlich gutem Ausgang für uns. Wir müssen jedoch alles geben und am Maximum spielen, um in Springe etwas zu reißen. Für viele Hannoveraner ist es ein Derby-Spiel gegen Springe. Wie empfindest du die Stimmung im Team vor Spielen gegen Lokalkonkurrenten? Ein Derby ist zwar immer etwas besonderes, aber die Stimmung ist trotzdem die Woche über ganz normal und man bereitet sich ebenso normal auf den Gegner vor. Das "Derby-Gefühl" kommt dann erst am Tag des Spiels, bzw. spätestens beim Aufwärmen vor meist voller Kulisse. Dann steigt die Motivation nochmal stark an. Zu Beginn der Rückrunde kann man anfangen über Saisonziele zu sprechen. Hast du dir persönlich schon eins gesetzt? Wir stehen zurzeit auf dem 5. Platz und ich denke insgesamt ist das schon ein super Erfolg für unser junges Team. Ich persönlich will noch so viel wie möglich aus der Rückrunde rausholen. Ich denke, wenn wir den aktuellen Platz halten können, oder vielleicht sogar noch ein bisschen nach oben rücken würden, wäre das ein klasse Ergebnis, was in der Form wohl keiner vor der Saison erwartet hätte. Nach dem Spiel in Springe wird Lukas Kraeft... ... Hoffentlich einen Sieg feiern;) |
- Derby-Zeit in Springe: HSV reist am Samstag
- Einstieg mit Unentschieden: 35:35 gegen Tarp/Wanderup
- Heimspielstart 2012: Spitzenteam aus Tarp zu Gast
- Nachwuchshandball: IDL-Mini-EM 2012 ein voller Erfolg
- Das Nachwuchs-Highlight: IDL-Mini-EM 2012
- Nierlage zur Winterpause: 20:30 gegen Reinickendorfer Füchse II
- Freitag letztes Heimspiel: Reinickendorfer Füchse II
- Serie reißt. HSV verliert in Oranienburg 29:31
- Auf nach Oranienburg: HSV am Samstag auswärts aktiv
- A-Jugend-Bundesliga: Auswärtsniederlage in Magdeburg


Für die exzellente Jugendarbeit erhielt der HSV Hannover und der TSV Anderten das Jugendzertifikat der Handball Bundesliga GmbH.
Wie geht es Lukas Kraeft bisher im Jahr 2012?




