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Für die exzellente Jugendarbeit erhielt der HSV Hannover und der TSV Anderten das Jugendzertifikat der Handball Bundesliga GmbH.
Nierlage zur Winterpause: 20:30 gegen Reinickendorfer Füchse II
Das hatten sich die Akteure des HSV Hannover anders vorgestellt. Gegen die Reinickendorfer Füchse II sollte es zum Jahresabschluss einen Sieg geben, doch reichte es am Ende nur zur deutlichen 20:30 (9:18) Heimniederlage. Bereits in den ersten Minuten gerieten die Hannoveraner mit ihrer Chancenverwertung ins Schlingern. Draußen kleidete Schneematsch die Straßen unter eine weiße Hülle, in der Sporthalle sahen die Zuschauer vor allem ein temporeiches Spiel der Gäste aus Berlin.
Der 1:4 Anschlusstreffer für den HSV Hannover war der erste sehenswerte Moment im Spiel der Gastgeber, bei denen sich nach über 10 Spielminuten Kreisläufer Arek Bosy durchsetzen und den gut aufgelegten Gästetorhüter überwinden konnte. In den Folgeminuten waren dann in erster Linie die Berliner Handballer um Trainer Alexander Schwabe am Drücker, die mit schnellem Angriffs- und Konterspiel für Gefährlichkeit sorgten. Der 7:14 Rückstand rund 5 Minuten vor dem Pausenpfiff markierte schließlich die Dominanz der Gäste. Bis dato konnte lediglich Lukas Ossenkopp im Team des HSV für Akzente sorgen und die vom Trainerteam geforderte Tiefe ins Spiel bringen. "Wir haben definitiv zu viele Tempogegenstoßtore kassiert", ärgerte sich HSV-Trainer Stephan Lux nach Spielschluss.
Auch in der Halbzeitansprache nach dem 9:18 aus den ersten 30 Minuten konnten die Offiziellen des HSV Hannover wenig warme Worte finden. In der zweiten Halbzeit brach zwar phasenweise das Tempo der Gäste ein, doch technische Fehler und und mangelnde Geduld im Abschluss der Hannoveraner unterstützten den Vormarsch der Reinickendorfer Füchse II, die das Spiel weiter an sich zogen. Hoffnung bei den Fans und Freunden des HSV keimte schließlich auf, als in der Schlussviertelstunde die Deckung griffiger wurde und der Angriff auf ein 17:22 verkürzen konnte. Zwar zogen die Gäste daraufhin die grüne Karte zum Team-Time-Out, doch wirklich ins Wanken brachte das Aufbäumen die Gäste nicht. Dafür zeigten die Spieler des HSV Hannover schlichtweg zu wenig Konsequenz im Abschluss.
Das 20:30 nach 60 Minuten ist die bittere Konsequenz aus einer Partie, in der "auf keiner Position eine passende Leistung gebracht wurde", so Trainer Lux. "Daran haben wir noch ein bisschen zu knabbern." Gäste-Trainer Alexander Schwabe scherzte nach nunmehr zwei Siegen in Folge gegen gutplatzierte Teams: "Wir hätten gerne vor der Winterpause noch einen Gegner gehabt."
Nach 15 Saisonspielen steht der HSV Hannover mit 20:10 Punkten auf dem 5. Tabellenplatz der 3. Liga Nord und überwintert so auf einer Position, die über den Ausgangserwartungen liegt. "Wir können in der Summe mit dieser Hinrunde sehr zufrieden sein", zog Stephan Lux ein positives Vorabfazit.
Weiter geht es für die 1. Herren des TSV Anderten am 14.01. zu Hause gegen die HSG Tarp/Wanderup - ein schweres Spiel zum Jahresanfang, das sehenswerten Handball verspricht.
Die Torschützen des HSV Hannover: Czok (1), Richter (1), John (6), Bosy (2), Ossenkopp (4), Redeker (1), Riedel (5)
Foto: Rückraumspieler Lukas Ossenkopp konnte trotz torgefährlicher Aktionen die Niederlage nicht verhindern
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