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Für die exzellente Jugendarbeit erhielt der HSV Hannover und der TSV Anderten das Jugendzertifikat der Handball Bundesliga GmbH.
Serie reißt. HSV verliert in Oranienburg 29:31
Im 11. Spiel ist die Sieges-Serie gerissen. Der HSV Hannover verliert nach einer 16:15 Pausenführung am Ende auswärts gegen Oranienburger HC mit 29:31 und hatte dabei nicht nur mit motivierten Gastgebern zu kämpfen. Vor allem in der zweiten Halbzeit kam Hektik auf, die im Lager des HSV Hannover für unnötige Unruhe sorgte.
Die erste Halbzeit prägten zwei Mannschaften, die vor lautstarker Kulisse gewillt waren, das Spiel für sich zu entscheiden. Die Gäste aus Hannover traten mit einer ordentlichen Leistung auf und konnten mit einer einigermaßen funktionierenden Deckung und geduldig ausgespielten Angriffen Akzente setzen. "Die 13:10 Führung nach 20 Minuten ging völlig in Ordnung", fasste HSV-Trainer Alfred Thienel den ersten Durchgang zusammen, an dessen Ende zwei schnelle Gegentore für die knappe Ein-Tore-Halbzeitführung sorgten. "Wir haben uns nicht von der lautstarken Kulisse beeinflussen lassen und versucht, unser Spiel zu machen."
Auch im zweiten Durchgang ging es sportlich ausgeglichen zu. Das 24:24 Unentschieden nach rund 50 Minuten spiegelt den knappen, nervenaufreibenden Spielverlauf wider. Nerven kostete die Gäste in der zweiten Halbzeit dann die aufkommende Hektik. Mehrere doppelte Zeitstrafen, begründet irgendwo zwischen mangelnder Disziplin und fehlendem Fingerspitzengefühl, setzten den HSV Hannover unter Druck. Zudem gab es für das Trainerteam abseits der Spielfläche reichlich Spannung, als eine vergebene Zeitstrafe auf der Videoleinwand nicht ablief, wie eingefroren schien und so für Irritationen sorgte. Dass das Kampfgericht trotz geduldiger Aufforderung des Trainerteams erst nach Minuten zur Korrektur und Klärung bereit war, beschäftigte die Trainer auch nach dem Spiel noch. "Wir freuen uns immer über spannenden Sport auf der Spielfläche. Da sind Irritationen am Spielfeldrand das letzte, was wir uns wünschen."
Knackpunkt in der zweiten Halbzeit wurde erneut eine doppelte Zeitstrafe, die für Arek Bosy nicht nur das Spielende mit roter Karte nach der dritten Hinausstellung bedeutete, sondern auch von Vorerfahrungen aus der bisherigen Saison geprägt gewiesen schien. Gegen die erneute Unterzahl kämpften die Hannover zwar an und konnten den 26:27 Rückstand auf ein 27:27 ausgleichen, doch das Spiel zu drehen gelang nicht mehr. Den spielerischen Schlusspunkt der Auswärtsfahrt bildeten verdutzte Spieler, als die Schiedsrichter das sportliche Treiben wegen unbemerkbaren akustischen Signal schließlich selbst beenden mussten.
Auf die Problematik im Spiel angesprochen fasste sich das Trainerteam des HSV Hannover kurz: "Unsere Abwehr war letztlich nicht so stabil wie in den vergangenen Partien und dem Angriff fehlte ein wenig die Durschlagskraft." Bis Freitag gilt es nun, an den Baustellen zu arbeiten und für mehr Tiefe im Angriffspiel und mehr Beweglichkeit in der Deckung zu sorgen. Dann ist mit den Reinickendorfer Füchsen II nicht nur die berliner Bundesliga-Reserve in Hannover zu Gast, sondern auch die "Wundertüte" der Liga. Kürzlich schlugen die Berliner das Top-Team aus Tarp und dürften nun hochmotiviert sein. "Wir erwarten einen taktisch anspruchsvoll spielenden Gegner und eins der schwersten Spiele der Saison", kündigte Trainer Thienel an. Ein Sieg des HSV wäre am Freitag umso schöner, da die anschließende Weihnachtsfeier der Handballabteilung mit Siegesfreude gewürzt werden könnte.
Die Torschützen für den HSV Hannover: Richter (5), John (2), Bosy (5), Ossenkopp (2), Kraeft (3/3), Benckendorf (5), Redeker (1), Riedel (6/3)
Foto: Hendrik Benckendorf sorgte wie auch gegen den SC Magdeburg II auf der rechten Angriffsseite mit guten 1-gegen-1-Situationen für Gefährlichkeit.
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