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Die rund zweistündige Auswärtsfahrt zum SV Beckdorf hat sich für den hannoveraner Handballdrittligisten HSV Hannover gelohnt. Für das Team der Trainer Stephan Lux und Alfred Thienel gab es nach einer 16:14 Halbzeitführung den verdienten 35:28 Erfolg.
Nach einer klaren Begegnung sah es anfangs jedoch nicht aus. Beckdorf hielt mit, ging beim 2:3 kurzzeitig in Führung und glich im Folgenden nach einem 6:4 Rückstand noch zum 6:6 aus. Keins der beiden mit Tempo agierenden Teams konnte sich über längere Zeit absetzen. Bis zur Halbzeit ging es Schlag auf Schlag.
"Im zweiten Durchgang haben wir immer wieder taktisch variiert und damit den Erfolg gesichert", freute sich das Trainerduo über den Auswärtssieg. Taktisch clever zeigten sich die Hannoveraner im Angriffs- und Abwehrverhalten. Deutlich eingeschränkt bewegten sich auch die sonst brandgefährlichen beckdorfer Rückraumspieler Versakovs und Völkers, die gemeinsam nur zu 5 Treffern kamen. "Mit einer variablen Deckung und einer guten Torhüterleistung dahinter haben wir uns immer wieder Ballgewinne erarbeitet", so Trainer Stephan Lux. Auch mit den bis zur klaren Torgelegenheit ausgespielten Angriffen zeigten sich die Offiziellen zufrieden.
Anfang der zweiten Halbzeit erwischte der HSV Hannover dann den richtigen Lauf. Durch eine beherzte Halbzeitansprache motiviert setzten sich die Hannoveraner vom 16:14 auf ein 19:14 ab, das sie zwischenzeitlich sogar auf eine 25:17 Führung ausbauen konnten. Immer wieder kam auch Nachwuchs-Spieler David Sauß zum Torerfolg, der von der Linksaußenposition 8 mal einnetzen konnte. Das Trainer-Team lobt: "David hat die Woche über gut trainiert und jetzt von uns Spielzeit bekommen. Seine Leistung beweist eine gute Entwicklung." Nichtsdestotrotz ist die Mannschaft des HSV gut beraten, weiter konstruktiv zu arbeiten. Die Chancenverwertung im zweiten Durchgang war nicht zu vergleichen mit der mangelhaften Ausbeute gegen Fredenbeck, sodass es über die Zwischenstände von 32:23 und 35:25 den letztlich verdienten Sieben-Tore-Sieg gab. Die drei Treffer des SV Beckdorf zum 35:28 Endstand waren letztlich nicht mehr als Ergebniskosmetik.
In der kommenden Woche wird die 1. Herren des TSV Anderten im Training ein Augenmerk auf die Variabilität im Angriff legen. Sportliche Belohnung für die ansprechende Leistung kommt dabei aber nicht zu kurz. "Wir werden zwar kein Eishockey spielen", scherzt Lux, "aber den Fußball holen wir dann zumindest mal raus."
Am 25. Februar ist der SV Henstedt-Ulzburg in Hannover zu Gast. Es bleibt also keine Zeit zum ausgiebigen Faulenzen. Der SVHU hat sich inzwischen zum Tabellenzweiten gemausert. Der HSV steht nach 20 von 30 Saisonspielen auf einem beachtlichen 5. Tabellenplatz.
Die Torschützen für den HSV Hannover mit Heuer (1. -50.) und Rackemann (50. - 60.) im Tor: Czok (1/1), Schepker (4), Richter (2), John (1), Bosy (3), Ossenkopp (2), Kraeft (4/4), Benckendorf (1), Riedel (5/1), Redeker (1), Sauß (8), Muscheiko (3)
Foto: Gute Laune auf dem Rückweg - Auswärtssiege und Spielerspaß mit Fans beflügeln
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"Die Beckdorfer sind von der Tabelle her gesehen völlig unterbewertet. Es ist eine gestandene Truppe, von der man viel erwarten kann", weiß auch HSV-Coach Lux. Nach sechs Spielen ohne Sieg, aber mehrfach beachtlichen Leistungen brennt die Mannschaft von Trainer Uwe Inderthal auf zwei Siegpunkte vor der eigenen Zuschauer-Kulisse. "Die Beckdorfer Fans werden für gute Stimmung sorgen und ihr Team nach vorne bringen", ahnt auch HSV-Rückraumspieler Bastian Riedel. "Mich sport das aber zusätzlich an." Mit Versakovs und Völkers hat der SV Beckdorf brandgefährliche Schützen in den eigenen Reihen. Gegen Tarp erzielten beide zusammen ganze 20 Treffer. "Wir wollen mit mannschaftlicher Geschlossenheit und nicht mit Einzelkönnern überzeugen", kündigt Riedel an, der auch im Abschluss ein glückliches Händchen beweisen möchte. Ein gutes Omen wäre dafür das Hinspielergebnis. Zu Hause siegte der HSV mit 38:29 und Riedel erzielte 11 Treffer – doch das ist lange her. In den vergangenen Spielen im Jahr 2012 reichte es nur einmal zum Sieg, ein beachtliches Unentschiedenen gegen Tarp und die bittere 23:25 Niederlage gegen Fredenbeck ließen aufhorchen. Das Problem Nummer 1 in der letzten Partie war die Chancenverwertung. "Wenn wir siegen wollen, müssen wir die klaren Chancen machen. Ich nehme da keine Position aus", meint auch HSV-Manager Dirk Schroeter. Eine weitere Trainingsmöglichkeit bietet sich dem Drittligisten momentan auf dem Maschsee in Hannover. Der zugefrorene See im Herzen der Stadt läd zum Schlittschuhfahren ein. Dort könnte auch trainiert werden, wie man den Gegner 'auf's Glatteis' führt. "Einige von uns werden sich wohl auf das Eis wagen und körperliche Robustheit trainieren", scherzt Bastian Riedel und packt die Sporttasche in den Kofferraum. Fahrrad-Wetter ist es momentan wahrlich nicht. Foto: Schwer aufzuhalten möchte Bastian Riedel (Mitte) gegen den SV Beckdorf auch sein - hier gegen den SC Magdeburg 2
Der Knackpunkt im Spiel des HSV Hannover: 15 vergebene, klare Chancen, darunter auch mehrere 7-Meter-Würfe, führten zur ärgerlichen Niederlage. Die Tabellen-Situation und auch das Hinspiel schoben dem HSV die Favoritenrolle zu, in der sich das junge Team allerdings schon des öfteren nicht wohl fühlte. Bis zur 20. Minute hatten die Hannoveraner das Spiel gut im Griff. "Wir haben in der ersten Halbzeit quasi jeden Angriff mit einer guten Wurfchance abgeschlossen. Das war klasse. Die Chancenverwertung ließ dann aber zu wünschen übrig", ärgerte sich Manager Dirk Schroeter über die vermeidbare Niederlage. Die mangelhafte Chancenverwertung konnte letztlich auch der stark aufgelegte HSV-Keeper Götz Heuer (Foto) nicht ausgleichen, der mehrfach hervorragend parrieren konnte. Nach dem schweren Beginn der Rückrunde gegen Tarp und Springe ist die Niederlage ein kleiner Rückschlag in der sonst positiv verlaufenden Saison. "Gegen Fredenbeck fehlte die Konzentration im Abschluss", mahnt Trainer Stephan Lux, "Gegen Beckdorf muss das anders werden." Am nächsten Samstag tritt der HSV Hannover beim Tabellendreizehnten SV Beckdorf an - hoffentlich mit einem glücklicheren Händchen im Abschluss. Die Torschützen für den HSV Hannover mit Heuer im Tor: John (6/2), Riedel (5/1), Bosy (4), Ossenkopp (2), Kraeft, Richter, Czok, Schepker, Benckendorf, Redeker (je 1 Treffer) |
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Für die exzellente Jugendarbeit erhielt der HSV Hannover und der TSV Anderten das Jugendzertifikat der Handball Bundesliga GmbH.
Für das Team der Trainer Stephan Lux und Alfred Thienel gab es im Heimspiel gegen den VfL Fredenbeck keine Punkte abzugreifen. Nach einem 12:13 Halbzeitrückstand unterlag der HSV Hannover am Ende vor eigenem Publikum mit 23:25. Bis kurz vor Ende der ersten Halbzeit legten die Hannoveraner immer wieder vor, konnten jedoch keinen entscheidenen Stich setzen. Der Rückstand zur Halbzeit wurde zwar durch Bastian Riedel in der 37. Minute noch einmal zur 16:15 Führung gedreht, doch die letzten 20 Minuten lag der VfL schließlich bis zum Schlusspfiff in Front.




