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Jugendarbeit
jugendzertifikat_2008_v1jugendzertifikat_2009Für die exzellente Jugendarbeit  erhielt der HSV Hannover und der TSV Anderten das Jugendzertifikat  der Handball Bundesliga GmbH.

Das Derby gegen den Tabellenführer HF Springe fand im favorisierten Gastgeber schließlich den Sieger. Nach einer 14:11 Halbzeitführung in der Sporthalle Harmsmühlenstraße unterlag der HSV Hannover den Handballfreunden mit 25:29. Über lange Zeit sah es nach einem Überraschungserfolg der Hannoveraner in Springe aus. Erst rund 15 Minuten vor Schluss gelang es dem Liga-Spitzenreiter das Spiel zu drehen. "Wir haben wirklich gut gespielt und über lange Zeit verdient geführt", attestierte HSV-Trainer Stephan Lux seinem Team, das letztlich nur Nuancen schlechter spielte als die Gastgeber.

In der ersten Halbzeit und auch in den Startminuten des zweiten Durchgangs war es der HSV Hannover, der spielbestimmende Akzente setzte und über Kreisläufer Arek Bosy (Foto) immer wieder sehenswerten Handball bot. "Das Spiel war ein richtiges Auswärtsspiel mit der entsprechenden Kulisse und allem, was dazu gehört", sagte Coach Lux und ergänzte schmunzelnd: "da muss man dann richtig besser sein." Für Optimierung wollte das Trainerteam Stephan Lux / Alfred Thienel noch zu Beginn der 2. Halbzeit mit einem Team-Time-Out sorgen, doch die Deckungsumstellung zur 5:1-Formation der Gäste setzte die jungen Spieler des HSV in der Schlussviertelstunde massiv unter Druck. Wenige Ballverluste und ausgelassene Chancen ermöglichten dann den Gastgebern, das Spiel zu drehen. "Wir können den Jungs keine Vorwürfe machen. In solchen Spielen entsteht am Ende massiv Druck. Da fehlt einfach die Erfahrung", relativiert das Trainerteam nach der Partie gegen den Tabellenführer.

Für Aufsehen sorgte auf Seiten des HSV Hannover erneut Lukas Kraeft, der momentan gemeinsam mit Arek Bosy ein Form-Hoch erlebt und mit sieben Treffern gegen Springe zweitbester Torschütze des HSV war. Als besten Torschützen trug sich sein Mannschaftskollege Bastian Riedel mit acht Toren in die Statistik ein.

Ein Zeichen für die zufriedenstellende Leistung des jungen Teams waren auch die Spieler selbst. Trotz eines unnötigen Team-Time-Outs durch HF-Trainer Oleg Kuleshov bei einer 3-Tore-Führung 15 Sekunden vor Schluss, das mit sportlicher Fairness ziemlich wenig zu tun hatte, ließen sie die Köpfe schließlich nicht hängen. "Uns hat am Ende einfach ein bisschen Stabilität gefehlt", meinte einer der Aktiven.

"In der 1. Halbzeit ist es uns richtig gut gelungen, gegen den gegnerischen Kreisläufer zu verteidigen. Selbst haben wir mit Arek einen der besten Kreisläufer der Liga gesehen. In der zweiten Halbzeit kamen dann kleine Fehler ins Spiel, die zwar passieren, aber nicht nötig sind. Da werden wir auch dran arbeiten. Die Jungs können mit ihrer Leistung gegen den Tabellenführer zufrieden sein. Wir erkennen im Vergleich zu den letzten Spielen im Dezember eine gute Entwicklung", kommentierte HSV-Trainer Alfred Thienel das Derby.

Am kommenden Samstag geht es für den HSV Hannover nach Stralsund. Nach der deutlich längeren Anreise möchten die Hannoveraner dann eine offene Rechnung begleichen: im Hinspiel gab es eine deutliche 23:30 Niederlage. "Stralsund ist momentan eigentlich unterbewertet", so Lux, der mit seinem Team im nahegelegenen Usedom Ende November bereits gewinnen konnte.

Die Torschützen des HSV Hannover: Czok (1), Richter (1), John (3), Bosy (3), Kraeft (7), Benckendorf (1), Klages (1), Riedel (8)

Foto: bereits gegen Tarp gehörte Kreisläufer Bosy zu den Säulen im HSV-Team

 
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